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Rohstoff-Lexikon

Teebaumöl

5 Minuten Lesezeit 10. Dezember 2020 Der Rohstoff Teebaumöl in einem braunen Glasfläschchen auf einem Holztablett liegend.

Teebaumöl hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.

Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Teebaumöl ein ätherisches Öl

Ätherische Öle sind flüchtige, intensiv riechende Stoffgemische von ölartiger Konsistenz. Sie sind nur schwer in Wasser löslich und werden größtenteils durch Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung (Zitrusöle) aus pflanzlichen Ausgangsstoffen gewonnen. Des Weiteren werden aromatische Extrakte durch Lösungsmitteleinsatz (Concretes, Absolues, Harz (Resinoid)) oder mittels CO2-Extraktion gewonnen. [1], [12] Erfahre mehr über ätherische Öle im dazugehörigen Artikel.


 

Teebaumöl wird aufgrund seiner antimikrobiellen Effekte in Hautpflege eingesetzt [15, 17]: Bei Akne, Ekzemen, Hautinfektionen wie Herpes, Wunden, Warzen, Verbrennungen, Insektenstichen, Nagelpilz. Auch bei Zahnfleischentzündungen soll es hochwirksam sein.

Die Wirkung von Teebaumöl auf der Haut

Teebaumöl wirkt entzündungsregulierend und weist antimikrobielle Eigenschaften auf, weswegen es sich für fettige und unreine Haut besonders eignet.

Ist Teebaumöl unverträglich? Bekomme ich von Teebaumöl Allergien?

Als kritisch wird das Risiko der Entwicklung von Kontaktallergien durch Teebaumöl angesehen.

Neben den sensibilisierenden Verbindungen α-Terpinen und Terpinolen reichern sich während des Alterungsprozesses des Rohstoffes innerhalb weniger Wochen und Monate neu entstehende Oxidationsprodukte an, welche das Sensibilisierungspotenzial des Öls drastisch erhöhen. [17]

Ältere, unsachgemäß gelagerte und gehandhabte Öle können Hautreizungen auslösen

In einer Stellungnahme des BfR von 2003 wird über die steigende Inzidenz kontaktallergischer Ekzeme bei der Verwendung von unverdünntem Teebaumöl berichtet. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass dies vor allem der Fall war bei älteren Ölen, die nicht sachgemäß gelagert wurden. Der Grund dafür sind oxidative Veränderungen in den im Öl enthaltenen Terpenen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, die durch Licht oder Luftsauerstoff hervorgerufen werden. Vom BfR wurde daher empfohlen, die Verpackungen licht- und luftundurchlässig zu gestalten und/oder Antioxidantien hinzuzugeben. Vor allem die Konzentrationsbegrenzung auf maximal 1 % im Endprodukt minimiert das Risiko. [18]


 

Warum unser hochwertiges Teebaumöl dennoch ein nur geringes Allergiepotenzial hat:

  • Alle unsere Produkte mit Teebaumöl wurden von einem unabhängigen dermatologisch-wissenschaftlichen Institut bewertet und mit „sehr gut“ auf sensibler Haut bewertet.
  • Es wird in geringen Konzentrationen eingesetzt, sodass der Anteil im Endprodukt so gering ist, dass das allergene Potenzial ebenfalls als gering einzustufen ist.

Ist Teebaumöl phototoxisch?

Auch in unverdünnter Form hat sich Teebaumöl als nicht phototoxisch erwiesen. [1]


Steckbrief Teebaumöl

INCI MELALEUCA ALTERNIFOLIA LEAF OIL
Deklarationspflichtige Bestandteile Limone
Zusammensetzung anteilig % Die Monoterpene Terpinen-4-ol, α-Terpinen, α-Terpinen, 1,8-Cineol, p-Cymol, α-Terpineol, α-Pinen, Terpinolen, Limonen und Sabinen machen 80 bis 90 % des Öls aus. [15]
pH-Wert wasserunlöslich
Funktion und Dosierung in Rezepturen Duftstoff, Antioxidans
generell < 1 %, da sehr potent und bei falscher Dosierung zu aggressiv
Methyleugenol kann als Nebenbestandteil in Teebaumöl enthalten sein.
Der Gehalt sollte im Rohstoff Teebaumöl angegeben werden.
Gemäß KVO (Anh. III) darf der Gehalt an Methyleugenol in fertigen Leave-on-Produkten 0,0002 % (2 ppm) und in Rinse-off-Produkten 0,001 % (10 ppm) nicht überschreiten. [15, 31]
Wirkung (der Bestandteile oder als Ganzes) antibakteriell [14]
entzündungshemmend [14]
Anwendungsmöglichkeiten Antischuppenshampoos, Hautcremes für unreine Haut, Deodorantien, Seifen, Zahnpasten und Mundwässer
Haltbarkeit/Konservierung ca. zwölf Monate als Rohstoff, sehr oxidationsanfällig;
gut versiegelte Behältnisse verhindern die Oxidation und den Abbau von Teebaumöl für mindestens drei bis vier Jahre [15]
Besonderheiten bei Verarbeitung (z. B. Warnhinweise bei gefährlichen Rohstoffen) Vorsicht! Nicht pur auf die Haut auftragen, nicht innerlich anwenden, Kontakt mit Augen/Schleimhäuten vermeiden!
Lagerung kühl und dunkel

 

Hier gibt es den Rohstoff

und die Produkte mit Teebaumöl