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Rohstoff-Lexikon

Lavendelöl

8 Minuten Lesezeit 12. März 2021 Das Lavendelöl von NKM Naturkosmetik München in einer braunen Glasflasche.

Ätherisches Lavendelöl wirkt antimikrobiell, antiviral und entzündungshemmend.

Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Lavendelöl in der Naturkosmetik

Der Gattungsname “Lavendel” stammt aus der Antike und leitet sich vom lateinischen Wort “lavare” ab, was “waschen” oder “baden” bedeutet. (2) Die Lavandula angustifolia Mill. gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine von ungefähr 30 Lavendelarten. Sie ist aufgrund des milden Klimas, der Sonneneinstrahlung und des alkalischen Bodens in den Mittelmeerräumen beheimatet und ihr ätherisches Öl wird aus den blühenden Spitzen durch Wasserdampfdestillation gewonnen. (3) (2) Aufgrund der entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften wird ätherisches Lavendelöl traditionell als Massagemedium in der Aromatherapie verwendet, aber auch bei anderen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Dermatitis und Ekzemen verschafft das aromatische Öl Linderung. (4) Heute wird es als Wirkstoff in der Kosmetikindustrie zur Herstellung von Tonics, Lotionen, Cremes, Shampoos, Conditionern, Duschgels und Seifen verwendet. (2)


 

Das Besondere am NKM Lavendelöl

Sowohl der Geruch als auch die chemische Zusammensetzung des aromatischen Lavendelöls werden von einer Reihe von Faktoren bestimmt – der Pflanzenart oder –sorte, den klimatischen Bedingungen, der Anbaumethode und den Bedingungen, der Ernte oder auch der Ölaufbereitungstechnik. Obwohl die Hauptwirkstoffwirkstoffe bei allen Lavendelarten Monoterpene sind, variiert je nach ihrer chemischen Zusammensetzung die Wirkung. Von insgesamt ungefähr 30 vorhanden Arten von Lavendel gilt das Öl der L. angustifolia Mill. als das wertvollste und teuerste. (2)

Lavendel für die Haut

Die chemische Zusammensetzung von Ölen und ihren Extrakten hat einen entscheidenden Einfluss auf ihre mikrobiologischen Eigenschaften. Ätherisches Lavendelöl weist aufgrund seiner verschiedenen Monoterpene wie Eucalyptol, Borneol und Linalool antimikrobielle, antiparasitäre, antimykotische, antivirale sowie lokalanästhetische Aktivitäten auf. Zudem zeigt das aromatische Lavendelöl umfangreiche entzündungshemmende Wirkungen. (2)

Grundsätzlich helfen Kosmetika, die antibakterielle Wirkstoffe natürlichen Ursprungs enthalten das Wachstum von Mikroorganismen zu kontrollieren und wirken sich zusätzlich positiv auf die Prozesse an der Oberfläche und in der Haut aus. Ätherische Öle wie Lavendelöl beschleunigen die Regeneration und Entwicklung von Hautzellen, weshalb die Haut stärker wird und sich schneller regeneriert, indem sie die Granulationsprozesse einer verletzten Epidermis unterstützt. (2)


 

Allergiepotenzial und Verträglichkeit von Lavendelöl

Die häufigsten Expositionsquellen für Lavendel sind Körperpflegeprodukte und ätherische Öle. Lavendel kann in seltenen Fällen eine mögliche Ursache für eine Kontaktallergie oder eine allergische Kontaktdermatitis sein. Getestet wurden ätherische Öle verschiedener Lavendel-Spezies wie auch Lavendel Absolue in Konzentration ab 2%. (5)

Aufgrund ihrer allergologischen Relevanz müssen in der EU 26 einzelne Duftstoffe auf den Verpackungen von kosmetischen Produkten separat deklariert werden. Die Kennzeichnung dieser Stoffe hilft Allergikern, die wissen, dass sie auf einen oder mehrere dieser Stoffe allergisch reagieren, die entsprechenden Produkte zu meiden.

Die zu deklarierenden Duftstoffe im Lavendelöl sind in der folgenden Tabelle aufgelistet und das Reizpotenzial von der EU, der IFRA sowie von ECETOC bewertet und eingeschätzt.

Tabelle 1: Einschätzung der in Lavendelöl enthaltenen Allergene

Duftstoffe EU/SCCS 2012 (6) IFRA (7) ECETOC 2003 (8)
LINALOOL ++ | oxidiert: +++ Oxidationsmöglichkeit weak
LIMONEN ++ | oxidiert: +++ Oxidationsmöglichkeit  –
GERANIOL +++ < 1,2% (Cat. 5 – bspw. BL, Gesichtsprodukte)  –

Insgesamt wurde festgestellt, dass Linalool wie auch Limonen in oxidierter Form ein höheres Allergiepotential aufweist als die nicht-oxidierte Variante. (6) Daher sollte bei Einsatz ätherischer Öle auf frische Rohstoffe geachtet werden. Ggf. kann ein Antioxidationsmittel wie Tocopherol zugesetzt werden um die Bildung oxidierter Spezies wie auch von Peroxiden zu vermeiden. (7)

Phototoxizität

Es liegen keine Hinweise zur möglichen Phototoxizität von Lavendelöl vor.


 

Steckbrief Lavendelöl

INCI LAVANDULA ANGUSTIFOLIA OIL
Deklarationspflichtige Bestandteile
LINALOOL, LIMONENE (ca. 1%), GERANIOL (< 1%)

(1)

Zusammensetzung anteilig % Hauptwirkstoffe Monoterpene: Linalool, Linalylacetat, Lavandulol, Geraniol, Bornylacetat, Borneol, Terpineol und Eucalyptol oder Lavandulylacetat (2)
pH-Wert n.e.
Funktion und Dosierung in Rezepturen Duftstoff / Konditionierungsmittel / Wirkstoff
Wirkung  antimikrobiell, entzündungshemmend, regenerationsfördernd (2)
Anwendungsmöglichkeiten Tonics, Lotionen, Cremes, Shampoos, Conditionern, Duschgels und Seifen (2)
Haltbarkeit/Konservierung k.A. Ein Zusatz von Antioxidantien verhindert die Bildung von (Per-)Oxiden mit höherem Allergiepotential.
Besonderheiten bei Verarbeitung (z. B. Warnhinweise bei gefährlichen Rohstoffen) Substanzkontakt vermeiden, Schutzkleidung tragen. Für angemessene Lüftung sorgen
Lagerung kühl und dunkel

 

Hier gibt es den Rohstoff

und die Produkte mit Lavendelöl