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Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Sensible und empfindliche Haut beschreibt den Hauttyp, der besonders auf einzelne Inhaltsstoffe und Zutaten reagiert. Juckreiz, Rötungen, Brennen und Trockenheit sind hier die Symptome einer gewissen Empfindlichkeit als Reaktion auf äußere Einflüsse.

Wann wird normale Haut zu sensibler Haut?

Die Epidermis ist durchlässiger

Unter einem Mikroskop würde man bei sensibler Haut erkennen, dass das Zusammenspiel aus Barriereschicht, Hydro-Lipidfilm und Epidermis bröckeliger ist als im normalen Hautzustand. Dadurch kann die Haut falsche pH-Werte, Bakterien oder ähnliches schlechter abwehren als Haut, deren Barriereschicht intakt ist. Lose Korneozyten und ein Mangel an Lipiden machen die Epidermis durchlässig.

Juckreiz signalisiert eine unvollständige Barriereschutzschicht

Juckreiz signalisiert, dass die Barriereschutzschicht der Haut an einer Stelle nicht intakt ist und Bakterien eindringen, die der Körper loswerden will. Der dadurch ausgelöste Impuls ist Kratzen ‒ so entfernt man mit den Fingernägeln die Eindringlinge, welche die Schutzschicht durchdringen möchten.

Und was passiert bei empfindlicher Haut?

Wenn die Langerhanszellen, unsere Eindringlingspolizei der Haut, Antigene produzieren, dann tun sie dies, weil sie sich sicher sind: da ist auf der Haut etwas faul. Bekommt die T-Zelle davon Wind, dann schlagen sie Alarm: mithilfe der Zytokine initiieren eine Entzündungsreaktion, und regen durch Botenstoffe andere Zellen dazu an auch entzündungsfördernde Stoffe freizusetzen. Andere Entzündungsstoffe sind zum Beispiel Histamin! Dieser gesamte Entzündungsprozess regt die Produktion an Hautzellen, Keratinozyten, an. Der entzündliche Prozess durch Zytokine und Histamine führt schlussendlich zu Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen.

Vorsicht: Verwechslung von falscher Pflege und sensibler Haut

Das Verheerende an dieser Verwechslung ist, dass man gereizte Haut durch falsche Pflege, und gereizte Haut durch eine Autoimmunreaktion verschieden pflegt. Gut 50 % der deutschen Frauen glauben sie hätten sensible Haut, und pflegen dementsprechend. Und Experten behaupten, bei vielen Menschen ist dies eher eine Fehlwahrnehmung als eine Tatsache. Gereizte Haut, die auch genetische Gründe haben kann, äußert sich nämlich häufig aufgrund einer ungeeigneten Hautpflege-Routine, ähnlich wie sensible Haut. Unter dem Mikroskop sieht eine genetisch bedingt sensible Haut ähnlich aus wie eine falsch gepflegte Haut: Hautphysiologische Komponenten fehlen, die Barriereschicht ist durchlässig und die Epidermis unterdurchschnittlich entwickelt.

Allergische Reaktionen als Auslöser von Hautreizungen

Anders als ein dauerhaft sensibler Zustand ist die Kontaktdermatitis, also eine Hautreizung nach Kontakt mit einem Pflegeprodukt, ein Indikator für eine mögliche allergische Reaktion. Meist ist der Gang zum Allergologen aufschlussreich, wenn alle anderen Ursachen bereits ausgeschlossen wurden. Auf einige Inhaltsstoffe wird statistisch gesehen häufiger reagiert als auf andere. Dazu zählen Lanolin und Wollwachsalkohol, Cetearylalkohol und synthetische Rohstoffe wie PEG-Emulgatoren. NKM verzichtet vollständig und konsequent auf solche Inhaltsstoffe.

Die Pflege sensibler Haut

Es wird deutlich, dass die Pflege sensibler Haut dort ansetzen sollte, wo hauteigene Prozesse versagen und ein Mangel an Hautkomponenten ausgeglichen werden muss. Die richtige Hautpflege konzentriert sich demnach auf die Komponenten, die der Stratum Corneum (der obersten Schicht der Epidermis) fehlen, und welche den Ablauf der normalen Prozesse der Haut möglich machen, und entzündungshemmende, reizarme Inhaltsstoffe die die entzündungsfördernden Zytokine stoppen.

Lipidpflege – Welche Fette fehlen der Stratum Corneum?

Sieht man sich den „Mörtel“ zwischen den Korneozyten in der Stratum Corneum an, wird deutlich, dass dieser aus Hautschweiß, Hautfetten und hauteigenen Emulgatoren besteht: Squalen, Wachsester, Triglyceride, Aminosäuren, Cholesterin und Salze aus dem Hautschweiß vermischen sich mit Cholesterin und Diglyceriden. Fehlen eine oder mehrere dieser Substanzen, haben wir über die Hautpflege mit Squalan, Phytosteryle, Buttern und Wachsen die Möglichkeit, diesen Mangel zu beheben.

Feuchtigkeitspflege – Welche feuchtigkeitsbindenden Substanzen werden benötigt?

Sieht man sich einmal den Feuchtigkeitsgehalt der Stratum Corneum an, findet man Feuchtigkeit inter- und intrazellulär (in den und um die Zellen herum) durch feuchtigkeitsbindende Substanzen gebunden. Diese wird als „NMF“ bezeichnet: Natural Moisturizing Factor. Der NMF besteht aus Aminosäuren, Milchsäure, Urea, Mineralien und Carbonsäuren, welche teils auch natürlich erzeugt werden. So können Urea, Milchsäure und Hyaluronsäure einzeln oder bereits als Feuchtigkeitsfaktor, bzw. NMF-Gemisch, bei der Hautpflege genutzt werden.

Tipps & Tricks

In unser Atelier kommen viele Leute mit sensibler, neurodermitischer, ekzematischer und juckender Haut. Folgende Tipps haben von Kunden das beste Feedback bekommen:

  • Entzündungshemmender Balm – Mareike selber hat Neurodermitis, und sie rührt sich einen Balm aus folgenden Produkten zusammen: vermenge Pflaumenkernbutter (oder Sheabutter) und Kamillenöl, bis die Konsistenz der von geschlagener Sahne ähnelt. Gebe 1% Vitamin E hinzu, und trage die Mischung auf die ekzematischen Hautareale auf. Ein IGTV zum Thema findest du hier: https://www.instagram.com/tv/B53KtiTpcwR/
  • Allergietests selbst durchführen – Um zu Hause Tests auf (Un-)Verträglichkeiten durchzuführen, sollte eine kleine Menge des Produkts oder Inhaltsstoffs auf dem Handgelenk aufgetragen und die Hautreaktion anschließend genau beobachtet werden: Wer bereits auf dem Handgelenk reagiert, sollte das Produkt auf dem Gesicht auf keinen Fall verwenden.
  • Inhaltsstoffe notieren, die Verbesserungen hervorrufen – Meist zeigt sich nicht bei allen Substanzen der Stratum Corneum ein Mangel, sondern nur bei einem kleinen Teil: Hat man ausfindig gemacht, welcher Inhaltsstoff zu Verbesserungen führt, ist man bei der sensiblen Haut schon ein gutes Stück weiter.

NKM-Produkte für sensible Haut

Alle fertigen Produkte von NKM sind für sensible Haut geeignet. Das wird sogar durch einen unabhängigen Arzt in einer dermatologischen Studie an 30 Patienten mit klinisch getesteter sensibler Haut bestätigt. Aus den Erfahrungswerten unserer Kunden haben folgende Produkte nach subjektiver Wahrnehmung die besten Ergebnisse erzielt: