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Rohstoff-Lexikon

Sonnenblumenöl

8 Minuten Lesezeit 8. Februar 2021 Sonnenblumenöl von NKM Naturkosmetik München in einer braunen Glasflasche.

Mit Sonnenblumenöl den Wasserverlust der Haut vermeiden und vorzeitiger Hautalterung vorbeugen.

Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Sonnenblumenöl ist kein gewöhnliches Öl, das man zum Kochen verwendet. In der Hautpflege kann dieses Pflanzenöl helfen, die Barrierefunktion der Haut zu reparieren.

Sonnenblumenöl – ein Favorit in der Kosmetik 

Sonnenblumenöl ist heute eine der bekanntesten Ölpflanzen der Welt. Es wird häufig in der Lebensmittelzubereitung verwendet, aber auch in der Kosmetik ist dieses Öl für viele Menschen zum Favoriten geworden, da es ein hervorragender Weichmacher und für alle Hauttypen verträglich ist. 


 

Woher kommt das Sonnenblumenöl?

Das gebräuchlichste Sonnenblumenöl stammt von Helianthus Annuus, die meistbekannte Art von Sonnenblumen aus der Familie der Asteraceae. Diese Pflanze stammt aus Nordamerika und wurde im 16. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Die Sonnenblume wird hauptsächlich wegen der Samen für die Ölgewinnung geerntet. Heute wird die Sonnenblume vor allem in der Ukraine und in Russland angebaut, den beiden größten Produzenten von Sonnenblumensamen weltweit [1], sowie Frankreich, Ungarn und Argentinien.  

Sonnenblumenöl 

Das Öl der Sonnenblume stammt aus dem Samen, in dem 35-42% Öl enthalten sind [2]Es ist ein nicht flüchtiges Öl, das in der Lebensmittenzubereitung, zur Herstellung von Margarine, sowie in kosmetischen Produkten verwendet werden kann. Sonnenblumenöl ist in vielen europäischen Ländern zu einem Grundnahrungsmittel geworden. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland rund 380.000 Tonnen Sonnenblumenöl produziert [3]. 


 

Wie wird Sonnenblumenöl gewonnen?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, das Öl aus Sonnenblumenkernen zu gewinnen, nämlich durch Pressen oder Extraktion. Wie der Name schon sagt, erfolgt die Methode der Pressung durch mechanisches Pressen der Samen, bis das Rohöl abfließt. Es ist ebenfalls möglich, die Samen vor dem Pressen erhitzen, um eine höhere Ausbeute zu erhalten. Bei der Extraktion werden typischerweise organische Lösungsmittel wie Hexan verwendet. Die Ölausbeute ist bei der Extraktionsmethode am höchsten und liegt bei bis zu 99%. 

Raffiniert vs. unraffiniert 

Der Zweck der Raffination des Rohöls ist es, es für den menschlichen Verzehr geeignet zu machen und Verunreinigungen zu entfernen, die die Zusammensetzung des Öls verändern und die Haltbarkeit beeinträchtigen können. Während des Raffinationsprozessen wie Entschleimung, Neutralisierung, Bleichung und Winterisierung verliert Sonnenblumenöl jedoch beträchtliche Mengen an Antioxidantien wie Tocopherole und Phenole. Beim Desodorieren wird der Gehalt dann deutlich verringert [4]. Unraffiniertes Sonnenblumenöl enthält die meisten wertvollen Nährstoffe und ist für kosmetische Zwecke besser geeignet. 


 

Was steckt im Sonnenblumenöl?

Die genaue Zusammensetzung von Sonnenblumenöl ist unterschiedlich und hängt stark von der Saatqualität und den Lagerungsbedingungen ab. Sonnenblumenöl besteht jedoch in erster Linie aus einer beträchtlichen Menge Linolsäure, die die häufigste pflanzliche mehrfach ungesättigte Fettsäure ist, und Ölsäure. Darüber hinaus ist Sonnenblumenöl bekannt als hervorragende Quelle für Vitamin E, insbesondere Alpha-Tocopherol, und Verbindungen wie Phytosterole, Carotinoide und Polyphenole wie Vanillin- und Kaffeesäure. 


 

Warum ist die Hautpflege wichtig? 

Zweifelsohne ist die Pflege unserer Haut wichtig. Als größtes Organ in unserem Körper dient unsere Haut als erste Verteidigungslinie gegen physikalische Angriffe wie Hitze oder UV-Strahlen und Mikroorganismen, die Entzündungen verursachen können. Deshalb muss man die Haut mit Nährstoffen versorgen, damit die Hautbarriere optimal funktioniertAls Beispiel führt ein Mangel an essentiellen Fettsäuren zu einer Schuppung der Haut und einem Anstieg des trans-epidermalen Wasserverlustes [5]. Pflanzenöle, die reich an essentiellen Fettsäuren sind, können daher die Haut gut nähren und die Gesundheit aufrechterhalten. 


 

Sonnenblumenöl für die Haut

Sonnenblumenöl ist ein ausgezeichneter natürlicher Inhaltsstoff in der Hautpflege, da es schnell in die Haut einzieht und die Poren nicht verstopft. Es dient als Emolliens, was die Haut weich macht und tief mit Feuchtigkeit versorgt. Dank seines hohen Gehalts an Linolsäure und Phytosterolen kann die topische Anwendungen von Sonnenblumenöl die Integrität des Stratum Corneum erhalten und daher Wasserverluste vermeiden. Aus diesem Grund kann Sonnenblumenöl vorzeitiger Hautalterung vorbeugen. 

Sonnenblumenöl bietet auch einige entzündungshemmende Vorteile. In einer klinischen Studie, die an jungen männlichen Lämmern durchgeführt wurde, sind die Wundflächen nach 3 Tagen der Behandlung mit Sonnenblumenöl um 300% reduziert [6]Der hohe Gehalt an Vitamin E ist auch vorteilhaft, um die oxidativen Schäden zu verringern, die durch äußere Umwelteinflüsse wie Sonnenstrahlen und Luftverschmutzungen sowie durch unseren Lebensstil verursacht werden. 


 

Steckbrief Sonnenblumenöl

INCI
Helianthus Annuus Seed Oil 
Schmelzpunkt -16°C
Siedepunkt 232°C bei raffiniertem Öl; 107°C bei kaltgepresstem Öl 
Farbe hellgelb
Fettsäuren anteilig % Linolsäure 48-74%, Ölsäure 14-40%, Palmitinsäure 4-9%, Stearinsäure 1-7%, Linolensäure max. 2%, Behensäure max. 2%, Arachinsäure max. 1%, Palmitoleinsäure max. 1%  
Unverseifbares anteilig % 1,5 %
Wirkung (der Bestandteile oder als Ganzes) feuchtigkeitsspendendemollient (erweichend)
Anwendungsmöglichkeiten Gesichts- und Körpercreme, Gesichts– und Körperöl 
Haltbarkeit bis zu 6 Monate
Lagerung Es sollte wegen seiner Lichtempfindlichkeit in dunklen Flaschen aufbewahrt werden. 

 

Hier gibt es den Rohstoff

und unsere Produkte mit Sonnenbumenöl: