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Rohstoff-Lexikon

Mandelöl

8 Minuten Lesezeit 1. Februar 2021 Das Mandelöl von NKM Naturkosmetik München in einer braunen Glasflasche.

Mandelöl – neben den ungesättigten Fettsäuren ist es auch eine Quelle von wesentlichen Vitaminen

Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Mandelbäume gehören zu den am frühesten domestizierten Obstbäumen. Eines ihrer Produkte, das Öl des Samens, wurde in der altchinesischen und ayurvedischen Medizin zur Behandlung von Ekzemen, Schuppenflechte, Narbenbildung und anderen Hautproblemen eingesetzt.

Mandelöl – was deine sensible Haut braucht 

Als gute Quelle für Proteine und ungesättigte Fettsäuren bietet Mandelöl nicht nur einen gesundheitlichen Nutzen, wenn es oral eingenommen wird. Vielmehr kann es ebenso helfen, die Gesundheit der Haut zu verbessern, wenn es topisch angewendet wird. Es ist ein beliebtes Pflanzenöl bei Menschen mit empfindlicher Haut. 


 

Woher kommt Mandelöl?

Einst im Mittelmeerraum beheimatet, werden Mandelbäume heute in verschiedenen Teilen der Welt angebaut, von Nordafrika über Nordamerika bis nach Südeuropa. Der Baum kann bis zu zehn Meter hoch werden und produziert Steinfrüchte, die aus einer äußeren harten Schale mit einem essbaren Samen im Inneren bestehen. Aus diesen Samen stammt das Mandelöl.

Im Durschnitt kann ein reifer Mandelbaum etwa 25 kg Mandelsamen produzieren. Der Großteil der weltweiten Mandelproduktion stammt aus den Vereinigten Staaten, gefolgt von Ländern wie Spanien, Iran und Marokko. 


 

Wie wird Mandelöl hergestellt?

Bei der Gewinnung von Pflanzölen ist es immer wünschenswert, die kaltgepresste Methode anzuwenden. Denn bei dieser sind  keine große Hitze und keine chemischen Mittel während erforderderlich, um die beste Qualität des Öls zu erhalten. Das Gleiche gilt für Mandelöl. Unraffiniertes Mandelöl, welches sich deutlich besser für kosmetische Zwecke eignet, wird durch eine Pressung der rohen Mandeln gewonnen. Bei der Herstellung des raffinierten Mandelöls sollten dagegen die Mandeln vor der Extraktion zuerst geschält und getrocknet werden. Im Vergleich zu unraffiniertem hat raffiniertes Mandelöl eine hellere Farbe und einen höheren Rauchpunkt. Jeder Samen hat normalerweise einen Ölgehalt von ca. 47 bis 61 Prozent. 

 

Eigenschaften von Mandelöl

Mandelöl kann aus süßen und bitteren Mandeln gewonnen werden, wobei süßes Mandelöl das am häufigsten verwendete ist. Einer der Gründe dafür ist die Toxizität der Bittermandel, die sie für den Verzehr ungeeignet macht. 

Mandelöl ist ein vielseitiges Öl, das für viele verschiedene Zwecke verwendet werden kann, unter anderem zum Kochen und bei der Zubereitung von Speisen. Zumindest in Deutschland wird der Großteil des Mandelöls jedoch als Hautpflege- oder Aromatherapieprodukt verwendet. Dieses Pflanzenöl wird besonders gerne in Babyprodukten eingesetzt. 


 

Was steckt im Mandelöl und wie wirkt es in unserer Haut?

Über 90 % der Fettzusammensetzung von Mandelöl besteht aus ungesättigten Fettsäuren wie Öl- und Linolsäure. Ölsäure ist eine bekannte einfach ungesättigte Fettsäure, die entzündungshemmend wirkt und die Durchlässigkeit für andere im Öl vorhandene Verbindungen erhöhen kann [1]. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 kann die topische Anwendung von Handlotion mit Mandelöl helfen, die Symptome von Dermatitis, einschließlich Rötung und Juckreiz, zu lindern [2]. Dank seines Gehalts an Ölsäure hat Mandelöl auch die Fähigkeit, Schwellungen und Augenringe zu reduzieren [3]. 

Die im Mandelöl enthaltene Linolsäure verleiht ihm einen erweichenden Effekt und ist in der Lage, die Hautbarriere aufrechtzuerhalten, indem sie den transepidermalen Wasserverlust verringert. Beim Auftragen bleibt Mandelöl meist an der Hautoberfläche, ohne tief in die erste obere Schicht des Stratum Corneum einzudringen [4]. Es ist daher ein perfekter natürlicher Inhaltstoff für Menschen mit trockener Haut – besonders im Winter, wenn die Haut besonders stark mit Feuchtigkeit versorgt werden sollte. 

Neben den ungesättigten Fettsäuren ist Mandelöl auch eine Quelle von wesentlichen Vitaminen. Sein Gehalt an Vitamin E ist zum Beispiel höher als bei einigen anderen Samenölen. Es dient daher dem Schutz der Haut vor Sonnenschäden und anderen oxidativen Effekten, die durch Umweltstressoren verursacht werden. 

Das ebenfalls im Mandelöl enthaltene Vitamin A ist ein bekannter Alleskönner zur Förderung der Kollagenproduktion, zur Bekämpfung von Akne, zur Verminderung von Hyperpigmentierung und zur Verbesserung des Hautbildes. 


 

Steckbrief Mandelöl

INCI
Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil 
Schmelzpunkt NA
Siedepunkt NA
Farbe hellgelb
Fettsäuren anteilig % Ölsäure 62–86 %, Linolsäure 7–30 %, Palmitinsäure 4–9 %, Stearinsäure max. 3 %, Palmitiolenicsäure max. 1 %, Linolensäure max. 0,4 %  
Unverseifbares anteilig % < 1,5 %
Wirkung (der Bestandteile oder als Ganzes) feuchtigkeitsspendendentzündungshemmend 
Anwendungsmöglichkeiten Gesichts- und Körperpflegeprodukte, Gesichtsöl, Haarpflege 
Haltbarkeit Monate nach Anbruch 
Lagerung Es sollte wegen seiner Lichtempfindlichkeit in dunklen Flaschen aufbewahrt werden. 

 

Hier gibt es den Rohstoff

und die Produkte mit Mandelöl: