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Unsere Haut

Reife Haut

16. Februar 2020

Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Feinen Linien, Spannungsabfall und ein verminderter Hautturgor betreffen früher oder später jeden Hauttyp. Unterstützende Hautpflege hat zum Ziel, die Elastizität und Spannkraft der Haut zu bewahren ‒ so lange es geht.

Was zeichnet reife Haut aus?

Durch Zellteilung entstehen dauerhaft neue Zellen, die alle eine identische Kopie ihrer Vorgänger sind. Normalerweise passiert die Teilung einmal im Monat.

Mit zunehmendem Alter jedoch fangen die Bindegewebsfasern der Haut an zu bröckeln, die Erneuerung der Zelle wird langsamer, bis sie sich irgendwann nicht mehr teilen kann und abstirbt. Mehr hierzu kannst du weiter unten lesen.

 

Was können wir tun?

Dass die körpereigene Produktion zur Erhaltung des Bindegewebes abnimmt, bedeutet nicht unweigerlich, dass man gegen Hautalterung machtlos ist. Inhaltsstoffe in Hautpflegeprodukten, die den körpereigenen „Bausteinen“ ähneln, verarbeitet der menschliche Organismus nämlich so, als hätte er sie selbst produziert.

Tipps & Tricks

  • Feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe: Genau wie die trockene Haut profitiert auch die reife Haut von feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen, die den Hautturgor unterstützen.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Wir empfehlen gerne bei reifer Haut die erneuernde Feuchtigkeitscreme abends mit ein paar Tropfen Wildrosenöl zu intensivieren. Unterstützende Alpha-Linoleinsäure-haltige Öle helfen der Haut Pigmentierungsknoten zu lösen, sodass Alters- und Pigmentflecken verblassen.
  • Physische Stimulation: Nicht nur die Hautpflege, sondern auch Massagen, Behandlungen mit einem Gesichtsformer und andere Anwendungen stimulieren die Kollagensynthese.
  • Verwende täglich UV-Schutz : UV-strahlen tragen maßgeblich zur Hautalterung bei, zerstören das Kollagengerüst der Haut und begünstigen Faltenbildung

Unsere Hautpflegeroutine für reife Haut:

Dazu empfehlen wir, Sommer wie Winter, unseren Teintausgleichenden Sonnenschutz

Das Gerüst der Haut besteht aus Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure

Das Bindegewebe in der Dermis besteht aus: Bindegewebszellen, den Fibroblasten, und Bindegewebsfasern. Die Bindegewebsfasern sind zusammengesetzt aus:

Kollagen – das Protein gibt der Haut ihre Stabilität

Elastin – verleiht Dehnbarkeit,

Hyaluron – bindet Feuchtigkeit.

Kollagen das Gerüst der Haut

Eine einzelne Kollagenfaser ist ungefähr 1 mm dick und trotz dieser geringen Größe bis zu 10 kg reißfest. Miteinander fest verbunden erinnert das Gerüst aus Fasern an eine Leiter: Zwei dickere Stränge werden durch viele dünnere verbunden. Die Leitern verleihen, horizontal und vertikal in der Dermis gelegen, der Haut Stabilität.

Kollagen wird durch Prolin und Lysin gebildet. Durch eine Reaktion, die man „Hydroxylierung“ nennt, werden diese beiden ursprünglich instabilen Aminosäuren zu einer stabilen Bindegewebsfaser. Dieser Vorgang nennt sich auch „Kollagensynthese“ und kann nur durch ausreichend vorhandenes Vitamin C zustande kommen.

Elastin erinnert an ein Gummiband

Die Zusammensetzung von Elastin ähnelt der von Kollagen, nur enthält Elastin ein Lysin, welches das Protein dehnbar macht. Elastin bildet ähnliche Strukturen wie Kollagen, diese sind jedoch flexibel und machen die Haut elastisch, vergleichbar etwa mit einer Sprungfeder.

Hyaluronsäure bindet das 1.000-fache des Eigengewichtes an Feuchtigkeit

Zwischen den Kollagen- und Elastin-Fasern befindet sich ein Gemisch aus Hyaluronan, ehemals Hyaluronsäure, und Feuchtigkeit. Aber erst das Hyaluronan verleiht der Haut die Fähigkeit, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern.


 

Bindegewebszellen können sich nicht unendlich teilen

Die Telomere verkürzen sich

Die Haut kann sich nicht für immer erneuern. Die DNA einer Zelle, die sich bei gesunder, junger Haut ungefähr einmal im Monat durch eine Kopie ihrer selbst erneuert, hat an den Enden der Chromosomen sogenannte Telomer. Telomer kann man sich vorstellen wie den Zündkopf am Ende eines Streichholzes – je öfter die Zelle sich teilt, desto kürzer werden die Telomere, so als würde immer ein bisschen mehr von der roten Beschichtung am Streichholz verbraucht.

Eine Zelle ohne Telomer schaltet sich ab

Sind die Telomere aufgebraucht, ist das Chromosom zu instabil für eine weitere Zellteilung, und die Zelle stirbt ab. Je höher die Anzahl inaktiver Zellen in der Hautstruktur, desto dünner, trockener und fleckiger wird die Haut.


 

Vorzeitige Hautalterung verhindern

Ungefähr ab dem 25. Lebensjahr verringert sich die hauteigene Produktion der Substanzen des Bindegewebes. Bis zum 55. Lebensjahr ist die Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluron auf ein Viertel der ursprünglichen Menge herabgesunken. Die folgenden acht Faktoren fördern eine frühzeitige Hautalterung und wirken sich negativ auf den Hautturgor aus:

Ungesunde Ernährung

Die Bausteine der Haut stammen aus der Nahrung, die ein Organismus zu sich nimmt. Fettreiche Speisen ohne Ballaststoffe stören die natürlichen Hautprozesse und fördern ein ungleichmäßiges Hautbild. Wohingegen die Nährstoffe in ausgewogenen Mahlzeiten das Material liefern, das die Haut für ihre Regenerationsprozesse nutzen kann.

Schädliche Chemikalien

Kontaktdermatitis wird häufig durch den Kontakt mit einer hautschädigenden Substanz oder einem Allergen verursacht. In vielen Haushalten befinden sich Reinigungs- und Kosmetikprodukte, welche die Hautstruktur nahezu täglich angreifen.

Einatmen von Tabakrauch

Rauchen erhöht die Produktion eines Enzyms, welches den Abbau von Kollagen und der Vitamine A und C fördert. Es schränkt die Durchblutung ein und behindert die Nährstoffversorgung der Hautzellen.

Moderate Luftqualität

Ähnlich wie Zigarettenrauch gelangen auch Schadstoffe aus der Luft über die Lunge in die Blutbahn.

Make-up

Häufig mit Schadstoffen und Füllstoffen belastete, handelsübliche Make-up-Produkte verhindern die Luftzirkulation der Haut. Zudem wird Make-up häufig nicht gründlich genug entfernt.

Mangelnde Feuchtigkeit

Gelernt haben wir, dass Feuchtigkeit einen Großteil des gesunden Hautgewebes ausmacht. Nicht ausreichende Feuchtigkeit in einer Hautzelle lässt diese schrumpeln.

Bewegung

Mangelnde Bewegung hindert die optimale Blutzirkulation und damit die Zufuhr an Nährstoffen und Sauerstoff.

Sonne

UV-B- und UV-A-Strahlen penetrieren die Hautoberfläche und schädigen die Zell-DNA. Zwar fangen die Melanozyten einen Teil der Sonnenstrahlen ab, jedoch ist der Schutz begrenzt.


 

Indikator für eine voranschreitende Faltenbildung

Reife Haut ist in der Regel eine trockene Haut

Erkennbar wird das Voranschreiten der Hautalterung durch einen verringerten Hauttturgor (Wert zur Messung der Feuchtigkeit in der Haut): Veränderte Pigmente in der Haut, erweiterte und sichtbare Äderchen sowie spannungsarme und faltige Hautareale sind die Folge.

Wie funktioniert die Pflege zur Prävention von Falten und Elastizitätsabfall?

Eine Unterproduktion von Sebum, eine langsamere bzw. gestoppte Zellteilung, eine dünnere Epidermis und eine weniger dichte Barriereschutzschicht sind die Kennzeichen reifer Haut. Man pflegt dementsprechend mit feuchtigkeitsspendenden und die Barriereschutzschicht unterstützenden Inhaltsstoffen und Wirkstoffen. Diese arbeiten antioxidativ und stoppen so die Kettenreaktionen, welche für den Verlust an Elastizität verantwortlich sind.

 

Du möchtest mehr über Reife Haut erfahren?

In unserem NKM Podcast erläutert dir Mareike ausführlich, welche Eigenschaften reife Haut besitzt und wie du sie am besten pflegst. Jetzt reinhören!

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