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Unsere Haut

Mischhaut

8 Minuten Lesezeit 16. Februar 2020

Begonnen hat alles im Kundensupport, inzwischen ist sie NKM Redakteurin: sie sammelt wichtige Fragen, spricht mit Experten und bereitet spannende Themen rund um NKM für euch auf.

Anne
NKM Redakteurin

Was zeichnet Mischhaut aus?

Mischhaut ist kein Hauttyp, sondern beschreibt einen Zustand mit verstopften Poren in der T-Zone und dadurch bedingten trockenen Wangen.

Der Talg aus der T-Zone versorgt den Wangenbereich

Die Mitte des Gesichts produziert mehr Talg als für dieses Hautareal nötig, um den Rand des Gesichts mitzuversorgen. Dadurch ist die T-Zone entsprechend anfälliger für Entzündungen.

Sind die Porenausgänge in der T-Zone verstopft, kann der Talg nicht fließen und der Rest des Gesichts trocknet infolge der Unterversorgung aus. Mehr dazu kannst du weiter unten lesen

Tipps & Tricks

  • Täglicher Schutz gegen die Sonne – Sonnenschäden fördern maßgeblich Entzündungen, Pickelmale und Pigmentflecken. So wird das Hautbild optisch noch verschlimmert
  • Erscheinungsbild verbessern – Leider nicht gegen das Problem an sich, wohl aber gegen das Erscheinungsbild von Mitessern hilft Zitronensaft. Wie bei einer Apfelscheibe behindert die Zitrone die oxidativen Sauerstoffprozesse, die den sichtbaren Teil eines Mitessers dunkel werden lassen.
  • Anti-bakteriell, anti-mykotisch, anti-mikrobiell – Das Stichwort heißt hier Bekämpfung: Auch bei genetisch bedingten Unreinheiten kann man Entstehung und Verlauf entzündlicher Prozesse beeinflussen.
  • Beide Hautbedürfnisse berücksichtigen – Dabei ist es wichtig, keine komedogene Pflege zu verwenden, welche die Poren der T-Zone blockiert, bzw. keine austrocknende Pflege zu verwenden, die den Wangenbereich noch trockener werden lässt.

Unsere Hautpflegeroutine für Mischhaut

Dazu empfehlen wir, Sommer wie Winter, unseren Teintausgleichenden Sonnenschutz

Warum verstopft die T-Zone?

Talg (auch „Sebum“ genannt) ist ein Drüsensekret, welches einen konstanten Film auf der Haut bildet.

Talg reinigt und pflegt

Als Reinigungsfunktion fließt das Sebum durch die Pore und befördert abgestorbene Hautzellen und Schmutz an die Oberfläche. Der Schutzfilm aus Talg macht die Haut wasserdicht und geschmeidig und schützt so vor äußeren Einflüssen.

Talgdrüsen sind unterschiedlich verteilt

Die Haut in unserem Gesicht ist so aufgebaut, dass auf Stirn, Nase und Kinnpartie vermehrt Talgdrüsen zu finden sind. Im Gegensatz dazu sind auf den Lippen und den Augenlidern nur wenige, sehr kleine Talgdrüsen zu finden.


 

Drei Gründe, warum die Poren der T-Zone verstopfen

  • Hauttalg komedogen – Neigt der Hauttalg dazu, Partikel anzuziehen, bilden sich nah an den Porenausgängen Pfropfen, die sich zu Komedos entwickeln.
  • Seborrhoe – Produziert die Pore zu viel Talg, fließen abgestorbene Hautzellen und Schmutz über die Hautoberfläche. Ein Teil davon lagert sich an den Ausführungsgängen ab und kann zu Verstopfungen führen.
  • Ansteckung durch Eiter – Als idealer Nährboden für Bakterienstämme transportiert Eiter meist das Aknebakterium Propioni aus anderen Papeln zu gesunden Porenöffnungen und fördert so die bakterielle Verbreitung von Unreinheiten.

 

Wie werden aus den verstopften Poren Mitesser oder Pickel?

Verstopfte Poren treten auf, wenn ein Haarfollikel mit Talg, abgestorbenen Hautzellen und Bakterien verstopft ist. Wenn der Follikel vollständig geschlossen ist, entsteht ein Pickel. Talg und Schmutz können nicht nach außen gelangen, weshalb ein Pickel meist größer ist als ein Mitesser.

Mitesser sind die am häufigsten vorkommenden Unreinheiten

Wenn die Poren verstopft, aber nicht komplett geschlossen sind, können Talg und abgestorbene Hautzellen in der Pore bis an die Hautoberfläche gelangen. Kommt Talg mit Luft in Kontakt, oxidiert er und wird schwarz. Dieser schwarze Punkt ist ein Mitesser.

Mitesser können offen oder geschlossen sein:
‘Blackheads’ sind offene Komedonen (verstopfte Poren), die wie winzige schwarze Punkte aussehen. Diese schwarzen Punkte sind im Wesentlichen verstopfter Talg, der oxidiert ist, wodurch er sich schwarz färbt.

‘Whiteheads’ sind geschlossene Komedonen, die als solche bezeichnet werden, weil sie mit einer dünnen Hautschicht bedeckt (geschlossen) sind. Aufgrund dieser Hautbedeckung kann der Talg nicht an die Oberfläche gelangen, was sein fleischfarbenes, holpriges Aussehen verursacht.

Oft ist es sogar einfach genetisch bedingt, dass diese Pfropfen entstehen: Ein Ungleichgewicht von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren im Sebum fördert die Verbreitung von Bakterien und freien Radikalen.


 

Warum die Pflege mit Öl bei fettiger Haut ideal ist

Die Talgproduktion wird reguliert

Wir haben gelernt, dass die häufigsten Ursachen für Unreinheiten in der T-Zone eine Überproduktion von Sebum und das damit einhergehende Risiko für eine Verstopfung der Poren sind. Die Pflege mit Öl ist für diesen Hautzustand deswegen so ideal, weil der Haut signalisiert wird, dass genügend Lipide auf der Hautoberfläche vorhanden sind. Folglich verringert der Organismus auch die körpereigene Produktion an Lipiden.

Auf die richtigen Öle kommt es an

Unter anderem werden Öle anhand ihrer Jodzahl bestimmt: Diese gibt Auskunft über die Zeit, die es braucht, bis das Öl auf der Haut verharzt, also trocknet. Ein trocknendes Öl bedeutet also nicht, dass es die Haut austrocknet, sondern dass es besonders schnell in die Haut einzieht. Das Intensivöl beispielsweise besteht aus überwiegend trocknenden Ölen mit einer hohen Jodzahl.

Nicht-trocknende Öle mit einer niedrigen Jodzahl unter 100, wie Olivenöl oder Rizinusöl, verharzen sehr langsam und hinterlassen auf der Haut ein öliges Gefühl. Solche Öle werden ungern oder nur in sehr geringen Mengen für die Gesichtspflege verwendet.

Die Jodzahl ist ein Indikator für ungesättigte Fettsäuren

Pflegende, schnell einziehende ungesättigte Fettsäuren sind die ideale Pflege für die Haut, denn sie sind den Lipiden der Haut sehr ähnlich. Ob die Lipide von außen zugeführt oder vom Körper selbst produziert werden, kann der Organismus oft nicht unterscheiden – und so wird die Fettpflege auf der Hautoberfläche enzymatisch verstoffwechselt und als Baustein für die Hautstruktur verwendet.


 

Warum hat man nicht immer entzündungsfreie Haut?

  1. Die ist Haut ein Organ, ein Ausscheide- und Absorptionsorgan.
    Sprich: Sie scheidet Giftstoffe aus und nimmt einen Teil der Partikel auf, die auf die Haut gelangen. Dieser Austausch mit unserer Umwelt bringt die Haut manchmal durcheinander!
  2. Hormone (besonders Androgene (Sexualhormone) wie Testosteron oder Östrogen) sorgen manchmal für Signale im Körper, die irritierend wirken.
    Frauen haben es hier durch den wellenförmigen Hormonhaushalt im Verlauf des weiblichen Zyklus schwerer als Männer.​
  3. Überpflegung, irritierende Pflege, Füllstoffe und ungewollte Inhaltsstoffe reizen die Haut überflüssig.​
  4. Durch Stress kann sich die Haut bei zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit, innerem Druck, Einsamkeit, Streit oder negativen Gefühlen nicht mehr vollständig regenerieren. Die Reparaturprozesse der Haut werden behindert und freie Radikale zerstören die Strukturen der Haut.
  5. Die genetische Veranlagung für Hautirritationen nimmt zu, wenn ein oder beide Elternteile ebenfalls anfälliger für Hautkrankheiten sind oder waren.​

 

Du möchtest mehr über Mischhaut erfahren?

In unserem NKM Podcast erläutert dir Mareike ausführlich, wie es zu Mischhaut kommt, wie du sie am besten pflegst und was es sonst noch zu beachten gibt. Jetzt reinhören!

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