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Die gelernte Produktentwicklerin für Naturkosmetik und angehende Kräuterheilkundlerin kämpft mit NKM für mehr Natur und Nachhaltigkeit in der Kosmetikbranche.

Mareike Peters

NKM-Gründerin

Mischhaut ist kein Hauttyp, sondern beschreibt einen Zustand mit verstopften Poren in der T-Zone und dadurch bedingten trockenen Wangen.

Warum verstopft die T-Zone?

Talg (auch „Sebum“ genannt) ist ein Drüsensekret, welches einen konstanten Film auf der Haut bildet. Talg erfüllt zwei relevante Funktionen:

Talg reinigt und pflegt

Als Reinigungsfunktion fließt das Sebum durch die Pore und befördert abgestorbene Hautzellen und Schmutz an die Oberfläche. Der Schutzfilm aus Talg macht die Haut wasserdicht und geschmeidig. Er erzeugt das saure Hautmilieu und schützt so vor äußeren Einflüssen.

Talgdrüsen sind unterschiedlich verteilt

Die Haut in unserem Gesicht ist so aufgebaut, dass auf Stirn, Nase und Kinnpartie vermehrt Talgdrüsen zu finden sind. Im Gegensatz dazu sind auf den Lippen und den Augenlidern nur wenige, sehr kleine Talgdrüsen zu finden. Diese ungleiche Verteilung an Drüsen ist durch die Funktionen der Hautareale bedingt: Die hohe Beweglichkeit des Augen- und Lippenbereichs bedeutet zugleich auch einen „Platzmangel“ für Talgdrüsen.

Der Talg aus der T-Zone versorgt den Wangenbereich

Die Mitte des Gesichts produziert mehr Talg als für dieses Hautareal nötig, um den Rand des Gesichts mitzuversorgen. Dadurch ist die T-Zone entsprechend anfälliger für Entzündungen: Wird die normale Funktion der T-Zone als Versorgungsinstrument des beweglichen Gesichtsrandes gestört, führt eine vermehrte Talgproduktion zu einer Verstopfung der Poren.

 

Sind die Ausführungsgänge einer Pore in der T-Zone verstopft, kann der pflegende Talg nicht fließen, und der Rest des Gesichts trocknet infolge der Unterversorgung aus.

 

Warum hat man nicht immer entzündungsfreie Haut?​

  1. ist die Haut ein Organ, ein Ausscheide- und Absorptionsorgan. Sprich: Sie scheidet Giftstoffe aus und nimmt einen Teil der Partikel auf, die auf die Haut gelangen. Dieser Austausch mit unserer Umwelt bringt die Haut manchmal in Tüdel!
  2. sorgen Hormone, besonders Androgene (Sexualhormone) wie Testosteron oder Östrogen, manchmal für Signale im Körper, die irritierend wirken und Hautirritationen (oder auch atypischen Haarwuchs) auslösen. Frauen haben es hier durch den wellenförmigen Hormonhaushalt im Verlauf des weiblichen Zyklus schwerer als Männer.​
  3. gibt es das weite Feld der Hautpflegeprodukte, bei denen nicht nur die Hautgesundheit, sondern auch der Profit, der Preis, die Drogerieketten, Marketing und Marken sowie Trends Entscheidungen über Rezepturen treffen. Überpflegen, irritierende Pflege, Füllstoffe und ungewollte Inhaltsstoffe reizen die Haut.​
  4. hat man manchmal Stress. Dann kann sich die Haut bei zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit, innerem Druck, Einsamkeit, Streit oder negativen Gefühlen nicht mehr vollständig regenerieren, weil Reparaturprozesse der Haut behindert werden und freie Radikale die Strukturen der Haut zerstören. (… blöd!)​
  5. nimmt die genetische Veranlagung für Hautirritationen zu, wenn ein oder beide Elternteile ebenfalls anfälliger für Hautkrankheiten sind oder waren.​

Drei Gründe, warum die Poren der T-Zone verstopfen

Hauttalg komedogen – Neigt der Hauttalg dazu, Partikel anzuziehen, bilden sich nah an den Porenausgängen Pfropfen, die sich zu Komedos entwickeln.

Seborrhoe – Produziert die Pore zu viel Talg, fließen abgestorbene Hautzellen und Schmutz über die Hautoberfläche. Ein Teil davon lagert sich an den Ausführungsgängen ab und kann zu Verstopfungen führen.

Ansteckung durch Eiter – Als idealer Nährboden für Bakterienstämme transportiert Eiter meist das Aknebakterium Propioni aus anderen Papeln zu gesunden Porenöffnungen und fördert so die bakterielle Verbreitung von Unreinheiten.

Schwarze Punkte in der T-Zone: Mitesser

Mitesser sind die am Häufigsten vorkommenden Unreinheiten

Mitesser (auch: „Blackheads“) sind sogenannte Verhornungsstörungen: Normalerweise wird der Hauttalg durch Enzyme gespalten und bildet dann auf der Hautoberfläche mit in Wasser gelösten Substanzen aus dem Hautschweiß (Carbonsäuren, Aminosäuren und Salze) die Barriereschutzschicht. Diese hält unsere Haut in einem gesunden Zustand.

Wie entstehen Mitesser?

Neigt die Haut aber zu Überproduktion, produziert also Keratin (fancy Wort für „Horn“) und Talg (Sebum) im Überschuss, entstehen feste Pfropfen, die dann die Porenausgänge besetzen. Einerseits sind diese Pfropfen der perfekte Nährboden für das Aknebakterium Propioni, andererseits entstehen durch diese Pfropfen zellschädigende und entzündungsfördernde freie Fettsäuren.

Und oft ist es sogar einfach genetisch bedingt, dass diese Pfropfen entstehen: Ein Ungleichgewicht von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren im Sebum fördert die Verbreitung von Bakterien und freien Radikalen.

Warum die Pflege mit Öl bei fettiger Haut ideal ist

Die Talgproduktion wird reguliert

Wir haben gelernt, dass die häufigsten Ursachen für Unreinheiten in der T-Zone eine Überproduktion von Sebum und das damit einhergehende Risiko für eine Verstopfung der Poren sind. Die Pflege mit Öl ist für diesen Hautzustand deswegen so ideal, weil der Haut signalisiert wird, dass genügend Lipide auf der Hautoberfläche vorhanden sind. Folglich verringert der Organismus auch die körpereigene Produktion an Lipiden.

Auf die richtigen Öle kommt es an

Unter anderem werden Öle anhand ihrer Jodzahl bestimmt: Diese gibt Auskunft über die Zeit, die es braucht, bis das Öl auf der Haut verharzt, also trocknet. Ein trocknendes Öl bedeutet also nicht, dass es die Haut austrocknet, sondern dass es besonders schnell in die Haut einzieht. Das Intensivöl beispielsweise besteht aus überwiegend trocknenden Ölen mit einer hohen Jodzahl.

Nicht-trocknende Öle mit einer niedrigen Jodzahl unter 100, wie Olivenöl oder Rizinusöl, verharzen sehr langsam und hinterlassen auf der Haut ein öliges Gefühl. Solche Öle werden ungern oder nur in sehr geringen Mengen für die Gesichtspflege verwendet.

Die Jodzahl ist ein Indikator für ungesättigte Fettsäuren

Pflegende, schnell einziehende ungesättigte Fettsäuren sind die ideale Pflege für die Haut, denn sie sind den Lipiden der Haut sehr ähnlich. Ob die Lipide von außen zugeführt oder vom Körper selbst produziert werden, kann der Organismus oft nicht unterscheiden – und so wird die Fettpflege auf der Hautoberfläche enzymatisch verstoffwechselt und als Baustein für die Hautstruktur verwendet.

Tipps & Tricks

Zunächst werden die Wangen temporär mit mehr Pflege versorgt. Vorrangig sollte man jedoch die T-Zone von ihren Verstopfungen befreien, sodass die Haut sich auf natürliche Weise wieder selbst regulieren kann.

Erscheinungsbild verbessern – Leider nicht gegen das Problem an sich, wohl aber gegen das Erscheinungsbild von Mitessern hilft Zitronensaft. Wie bei einer Apfelscheibe behindert die Zitrone die oxidativen Sauerstoffprozesse, die den sichtbaren Teil eines Mitessers dunkel werden lassen.

Anti-bakteriell, anti-mykotisch, anti-mikrobiell – Das Stichwort heißt hier Bekämpfung: Auch bei genetisch bedingten Unreinheiten kann man Entstehung und Verlauf entzündlicher Prozesse beeinflussen.

Beide Hautbedürfnisse berücksichtigen – Dabei ist es wichtig, keine komedogene Pflege zu verwenden, welche die Poren der T-Zone blockiert, bzw. keine austrocknende Pflege zu verwenden, die den Wangenbereich noch trockener werden lässt.

NKM-Produkte für Mischhaut

Die Verwendung austrocknender Inhaltsstoffe, um der Entzündung die Feuchtigkeit zu entziehen, ist aus unserer Sicht eine veraltete Herangehensweise. NKM-Produkte gegen Unreinheiten hemmen ungewünschte Mikroorganismen auf der Haut und lindern die Entzündungen.