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NKM will dir helfen deine Haut richtig zu pflegen. Mit unserer Hautberatung kannst du deshalb mit der Beantwortung weniger Fragen herausfinden, welche Pflegeroutine die richtige für dich ist. :-) Also los gehts!
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erneuernde Feuchtigkeitscreme in der Sonne
Inhaltsstoffe

Hautpflegeroutine: Vitamin C und Niacinamid kombinieren?

4 Minuten Lesezeit 11. Dezember 2020

Begonnen hat alles im Kundensupport, inzwischen ist sie NKM Redakteurin: sie sammelt wichtige Fragen, spricht mit Experten und bereitet spannende Themen rund um NKM für euch auf.

Anne
NKM Redakteurin

Ob Mineralisches Enzympeeling, Klärender Krafttoner oder Erneuernde Feuchtigkeitscreme: NKM hat viele wirkungsvolle Produkte mit den Star-Inhaltsstoffen Vitamin C und Niacinamid im Programm.

Doch was ist dran an dem Mythos „Kombiniere niemals Vitamin C und Niacinamid in deiner Hautpflegeroutine“?

Niacinamid (Nikotinamid)
  • Niacinamid ist eine Form von Vitamin B3 mit tollen antioxidativen Eigenschaften. Es schützt die Haut so vor freien Radikalen und ist einer der besterforschten Inhaltsstoffe der Naturkosmetik. Tatsächlich kann fast jede Haut von Produkten mit dem Allrounder-Wirkstoff Niacinamid profitieren, denn er sorgt für Entzündungshemmung, Stärkung der Hautbarriere und erhöht die Kollagen- und Elastinbildung.
Vitamin C
  • Vitamin C ist ein Antioxidans und schützt vor gefährlichen Umwelteinflüssen (freie Radikale). Es lässt verdunkelte Hautstellen verblassen und fördert die Kollagenproduktion. Reines Vitamin C, bekannt als L-Ascorbinsäure (wie sie im Enzympeeling vorkommt), ist die wirksamste Vitamin-C-Form. Doch da diese Form recht instabil ist und schnell unwirksam werden kann, werden oft stabilere Derivate (wie in der Erneuernden Feuchtigkeitscreme) in wasserbasierten Produkten verwendet.

Die Kombination Vitamin C & Niacinamid

Einige Beauty-Magazine und Schönheitsgurus haben zwei Mythen in die Welt gesetzt:

Mythos 1: Die Kombination von Vitamin C & Niacinamid bildet einen Komplex, der die Wirksamkeit beider Inhaltsstoffe neutralisiert.

Mythos 2: Die Kombination von Vitamin C & Niacinamid reagiert zu einer Substanz (Nikotinsäure), die zu Hautrötungen führt.

Heute möchten wir näher darauf eingehen, was an diesen Gerüchten dran ist und was das genau für deine Hautpflegeroutine bedeutet.

Hilfe! Die Kombination vom Vitamin C und Niacinamid neutralisiert die tolle Wirkung?

Wie oben bereits kurz erwähnt ist die reine L-Ascorbinsäure recht instabil und reagiert schnell mit anderen Substanzen. So entsteht auch bei der direkten Mischung von Niacinamid und Vitamin C eine gelbliche Lösung. Doch Achtung, dieser Prozess hat nichts mit Oxidation oder einem „Zusammenfallen“ der Inhaltsstoffe zu tun, wie so oft vermutet wird.

Eine instabile Verbindung entsteht: Niacinamid-Ascorbat. Verschiedene moderne Studien belegen, dass die Wirksamkeit der beiden Inhaltsstoffe dadurch nicht gemindert wird, und meist zerfällt diese instabile Verbindung recht schnell wieder.

Auch der Effekt der oft kritisierten Abspaltung von Wasserstoffperoxid in Kombination mit UV-Strahlung ist tatsächlich so minimal, dass er für die Hautpflege nicht von Bedeutung ist.

Fazit

Keine Sorge, deine Lieblingshautpflegeprodukte werden keinesfalls unwirksam, nur weil du sie kombinierst! Wer sich gegen mögliche Reaktionen komplett absichern möchte achtet auf täglichen UV-Schutz. Doch psst … auf den sollte sowieso immer geachtet werden!

Lässt die Kombination von Vitamin C und Niacinamid hautreizende Nikotinsäure (Niacin) entstehen?

Die Studien, die eine Inkompatibilität zwischen Niacinamid und Vitamin C durch Entstehung der Nikotinsäure zeigen, stammen aus den frühen 60er Jahren. Diese Studien gelten heute als nicht mehr relevant, da damals nicht stabilisierte Formen der Inhaltsstoffe verwendet und diese bei sehr hohen Temperaturen gelagert wurden.

Niacinamid kann in Kombination mit Säuren tatsächlich zu Niacin konvertieren, welches zu einer ungefährlichen Hautrötung führen kann. Doch dieser Prozess findet bei normaler Lagerung und den heute verwendeten Inhaltsstoffen so statt, dass er für uns kaum relevant ist. Und auch eine schnelle Umwandlung auf der Haut ist ausgeschlossen.

Außerdem gilt: Je saurer der pH-Wert des Ausgangsprodukts, desto schneller kann Niacinamid zu Niacin werden. Doch auch dieser Punkt ist in unseren heimischen Badezimmern nicht relevant, denn es handelt sich hier um pH-Werte >3.

Fazit

Du musst dir keine Sorgen machen, dass die Kombination der beiden Produkte zu einer unangenehmen Hautreizung führt, denn die Umwandlung zu Niacin ist unter normalen Umständen bei uns zu Hause kaum möglich. Extrem empfindliche Hauttypen können aber, um sicher zu gehen, vermehrt darauf achten, die Produkte kühl aufzubewahren.

Diese tollen NKM-Produkte warten nur darauf dein Hautbild zu verbessern

Wie gerade gelernt, kannst du sie bedenkenlos kombinieren: