Unsere Formulierungsprinzipien

Neben selbstverständlichen Prinzipen wie tierversuchsfreier Pflegekosmetik oder der Verzicht auf umweltschädliche Stoffe ist jede Formulierung von nkm nach festen Grundsätzen abgestimmt.

Der Ursprung jedes nkm-Produkts

Die Geschichte von nkm begann im heimischen Wohnzimmer. Dort experimentierte unsere Gründerin Mareike mit verschiedenen kosmetischen Formulierungen, um eine Lösung für ihre eigenen Hautprobleme zu finden.

Danach formuliert Mareike noch heute sämtliche Produkte ausgehend von konkreten Hautzuständen, Hautproblemen und der spezifischen Funktionsweise der nkm-Formulierungen auf der Haut. Frei nach dem Motto „form follows function“ steht dabei nicht die Produktform oder dessen Anwendung im Vordergrund, sondern der Beitrag einer Formulierung für eine gesunde, optimal versorgte Haut.

 

Wir brauchen in erster Linie eine Lösung für unreine Haut. Dabei muss nicht unbedingt eine Creme herauskommen.

 

Dieser Ansatz führte bereits zu einigen Produktneuschöpfungen, deren Form und Anwendung sicher erst einmal ungewohnt oder neu erscheinen. Sie führen jedoch zu wirkungsvollen Produkten, die die Haut optimal versorgen. Das lässt sich beispielsweise an unserer Pfegeroutine für Mischhaut (Antimikrobieller Toner, Milder Reiniger und Intensivöl) erkennen – unser nkm-Dorf taufte sie liebvoll „Goldenes Trio“. Ihre Abfolge und Anwendung entsprechen noch exakt ihrer ursprünglichen Form, die von Mareike für ihre eigene unreine Haut entwickelt wurde. Ein weiteres Beispiel ist unser Mineralisches Enzympeeling von 2020. Es wird in Pulverform abgefüllt und entfaltet seine volle Wirksamkeit erst durch das Vermengen mit einer Feuchtigkeitsgrundlage.

 

Die richtige Auswahl deiner nkm-Produkte und Pflegeroutinen

Häufig bieten sich zur optimalen Pflege der Haut aufeinander abgestimmte Pflegeroutinen in Form einer Kombination verschiedener Produkte an. Routinen können die Vorteile und Stärken verschiedener Rezepturen miteinander kombinieren, ohne formulierungsbedingte Kompromisse machen zu müssen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich bestimmte Inhaltsstoffe in einer kombinierten Rezeptur nicht „vertragen“ würden und deshalb nicht oder nur mit einer reduzierten Konzentration zum Einsatz kommen können.

Die Auswahl von Hautpflegeprodukten bzw. -routinen muss stets individuell auf den persönlichen Hauttypen und -zustand abgestimmt werden. Ideal daher, wenn wir deine Haut so gut wie möglich kennen. Dabei hilft dir zum Beispiel unser Hautzustandstest auf der Website. Alternativ kannst du auch unsere Hautberatung über unseren Kundenservice oder in unseren Ladengeschäften wahrnehmen. Durch das Wissen über deine Haut können wir sicherstellen, dass deine Haut durch unsere Produkte optimal versorgt wird und genau das bekommt, was sie braucht!

Die nkm-Produkte und nkm-Hautpflegeroutinen unterscheiden sich also hinsichtlich ihrer jeweiligen Zielsetzung, Anwendung und Formulierungen voneinander. Mit der Zeit haben sich jedoch einige Grundsätze und Prinzipien herausgebildet, welche unsere Werte widerspiegeln, die Grundlage unserer Produktphilosophie und die Gemeinsamkeit sämtlicher nkm-Produkte bilden:

Naturkosmetik und naturkosmetische Prinzipien

Sämtliche nkm-Produkte sind nach naturkosmetischen Prinzipien formuliert. Das bedeutet, dass die eingesetzten Inhaltsstoffe überwiegend natürlichen Ursprungs sind und keinerlei Stoffe der folgenden Kategorien eingesetzt werden:

  • Erdöl und andere petrochemische Erzeugnisse (z.B. Paraffine)
  • Synthetische Konservierungsmittel (z.B. Parabene)
  • Silikone
  • Mikroplastik (z.B. Polyethylenglykol oder PEG)
  • Synthetische Duftstoffe

Bei nkm schließen wird diese Rohstoffkategorien nicht einfach nur „aus Prinzip“ aus. Wir tun dies, weil es aus unserer Sicht gute Gründe dafür gibt, auf diese zu verzichten – sei es aus hautphysiologischer Sicht oder aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes.

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Inhaltsstoffe „natürlichen Ursprungs“

Was bedeutet Inhaltsstoffe „natürlichen Ursprungs“? Und sind nicht alle Rohstoffe – auch synthetische und petrochemische Erzeugnisse – letztlich chemische Zusammensetzungen „natürlichen Ursprungs“?

Nunja, das stimmt, und deshalb empfinden auch wir den Begriff „natürlicher Ursprung“ im Zusammenhang mit kosmetischen Inhaltsstoffen als etwas unglücklich, wenn nicht sogar irreführend (zumindest für Endverbraucher:innen). Der Begriff hat sich jedoch in der kosmetischen Fachwelt etabliert und im Prinzip ist in der Fachwelt klar definiert, was damit gemeint ist: Nämlich Rohstoffe, die in möglichst direkter und unverarbeiteter Form aus Pflanzen, Mineralien oder Tieren gewonnen werden bzw. von diesen erzeugt werden. Bei nkm beschränken wir uns auf pflanzliche und mineralische Ausgangsstoffe und verzichten aus ethischen Gesichtspunkten vollständig auf tierische Stoffe, selbst wenn sie aus naturkosmetischen Gesichtspunkten zulässig wären (was es aber aus unserer Sicht nicht rechtfertigt).

Naturkosmetik-Siegel

Über diese wenigen Grundsätze hinausgehend ist der Begriff „Naturkosmetik“ bislang weder geschützt noch einheitlich definiert. Es gibt jedoch einige privatwirtschaftliche Naturkosmetiksiegel, die anhand eigener Kriterien eine detaillierte Definition vornehmen und Herstellern die Zertifizierung von Produkten nach dem Kriterienkatalog anbieten.

Bei nkm diskutieren wir das Thema „Siegel“ regelmäßig und haben uns bisher noch immer gegen eine Zertifizierung nach einem bestimmten Kriterienkatalog entschieden.

Eine wichtige Rolle bei dieser Entscheidung spielt die Tatsache, dass wir inzwischen einen strengen eigenen, wertebasierten Kompass für die Entwicklung von nkm Produkten entwickelt haben, der stellenweise sogar über die Kriterien der meisten gängigen Naturkosmetik-Siegel hinausgeht. An anderer Stelle weichen wir bewusst von den Kriterien mancher Siegel ab. Zum Beispiel, wenn wir der (wissenschaftlich begründeten) Meinung sind, dass bestimmte Regeln eher der Wahrung bestimmter Prinzipien dienen, als konkrete Vorteile mit sich zu bringen (hinsichtlich der Funktion und Verträglichkeit auf der Haut und der Umweltverträglichkeit eines Stoffes). Wie im Falle sogenannter „naturidentische Inhaltsstoffe“, bei deren Einsatz sich die Kriterien verschiedener Naturkosmetik-Siegel unterscheiden.

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Naturidentische Inhaltsstoffe

Naturidentische Inhaltsstoffe sind Stoffe, die in der Natur vorkommen, jedoch nicht oder nicht ausreichend aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden können. Ein Beispiel hierfür bilden bestimmte Vitamine, die natürlich auf der menschlichen Haut vorkommen bzw. zur Unterstützung der natürlichen Funktionen der Haut beitragen, jedoch zur Verwendung in kosmetischen Produkten synthetisch erzeugt werden müssen:

  • Niacinamid (Vitamin B3)
  • Panthenol (Vitamin B5)
  • Retinol (Vitamin B5)
  • Biotin (Vitamin B7)

nkm setzt diese und weitere naturidentischen Inhaltsstoffe nur ein, wenn die Wirkung des betreffenden Stoffes auf der Haut bzw. die Funktion des Stoffes in der Rezeptur es rechtfertigen. Gleichzeitig dürfen keine gleichwertigen, aus natürlichen Rohstoffen zu gewinnenden Alternativen verfügbar sein sowie der Verwendung keine gewichtige Gründe aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes entgegenstehen.

Pflanzliche Basis mit potenten Wirkstoffen

Zusammenfassend werden alle nkm-Rezepturen aus einer pflanzlichen und/ oder mineralischen Basis formuliert, die so naturbelassen wie möglich zum Einsatz kommt. Die pflanzliche Basis kombinieren wir mit naturidentischen Wirkstoffen, die in modernen Produktionsverfahren erzeugt und nach dem neuesten Stand der Kosmetikwissenschaft eingesetzt werden.

Bei einer Rezeptur mit einer wässrigen Phase als Basis kann sich diese beispielsweise aus pflanzlichen Hydrolaten oder verschiedenen wässrigen Pflanzenextrakten zusammensetzen, die aufgrund natürlicherweise enthaltener Pflanzenwirkstoffe zur Wirksamkeit der Gesamtrezeptur beitragen. Dies steht im Gegensatz  zum Einsatz von Wasser, das keinerlei Wirkung auf der Haut entfaltet und in diesem Fall nur als „Träger“ weiterer Bestandteile der Gesamtrezeptur dienen kann. An dieser Stelle ist jedoch zu ergänzen: In manchen Formulierungen erweist sich, aufgrund der konkreten Anforderungen an das Produkt, Wasser dennoch die beste Option für die wässrige Phase.

In einer Emulsion setzt sich die Ölphase aus pflanzlichen Ölen zusammen, die im Gegensatz zu synthetischen Ölen (beispielsweise Silikonöle) pflegende Eigenschaften aufweisen. So tragen sie zur Funktion der Gesamtrezeptur bei und unterstützen die Haut in ihren natürlichen Prozessen.

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Regionalität

Wir möchten lange Transportwege unserer Rohstoffe und Produkte und die damit verbundenen CO2- und Umweltbelastungen vermeiden. Außerdem möchten wir uns inmitten einer global vernetzten, westlich geprägten Konsumgesellschaft darauf besinnen (und mit unserem Tun vermitteln), dass wundervolle und wirksame Rohstoffe direkt vor unserer Haustüre gewonnen werden können. Mit diesen Rohstoffen lassen sich ebenso wirksame und hochqualitative Produkte entwickeln, wie mit “exotischen” Gewächsen aus fernen Ländern.

Beispiele:

  • Die allseits beliebte Sheabutter hat leider einen sehr langen Transportweg. In unseren Rezepturen ersetzen wir sie durch die regionalere Pflaumenkernbutter – die dabei auch noch wunderbar nach Marzipan duftet.
  • Ähnliches gilt für Rohstoffe wie Hamamelis oder Rizinusöl, die ebenfalls sehr lange Transportwege zurücklegen, um nach Deutschland zu gelangen.
  • Auch auf tropische Pflanzen wie Aloe Vera, Jojoba oder Argan möchten wir verzichten und beispielsweise durch (Heil-)Pflanzen der bayrischen Alpen ersetzen.

Regionale Kosmetik ist etwas bahnbrechend Neues und der Anspruch, möglichst regionale Inhaltsstoffe zu verwenden stellt uns regelmäßig vor Herausforderungen.

Regionale Landwirt:innen und Anbaupartner:innen

Mit unserem Regionalitätsanspruch einhergehend beziehen wir unsere Rohstoffe wo immer möglich von einem wachsenden Netzwerk regionaler Landwirt:innen und Anbaupartner:innen. Damit möchten wir den regionalen Mittelstand und die Landwirtschaft unterstützen und gleichzeitig sicherstellen, dass unsere Rohstoffe aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.

Bei unserer Arbeit mit regionalen Partner:innen ist es uns sehr wichtig, diese persönlich kennenzulernen und deren jeweilige Betriebe in regelmäßigen Abständen zu besuchen. Dabei verschaffen wir uns einen Eindruck von ihrer Arbeitsweise, Werten und verantwortungsvoller Arbeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen.

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Bio-Inhaltsstoffe

Gewissenhaft setzen wir stets die beste und ökologisch nachhaltigste Qualität eines jeden Rohstoffs ein, die wir möglichst regional bekommen können. Dabei achten wir darauf, die diversen Anforderungen an unsere Rohstoffe bestmöglich in Einklang zu bringen. Das tun wir zum Beispiel durch:

  • Möglichst direkte Zusammenarbeit mit mittelständischen Betrieben/ Landwirt:innen
  • Möglichst kurze Transportwege (Regionalität)
  • Bio-Qualität und/ oder hohe Nachhaltigkeitsstandards im Anbau und Weiterverarbeitung*

* Eine wachsende Anzahl an Rohstoffen beziehen wir in Bio-Qualität. Dabei erleben wir jedoch, dass dies bei der Abwägung verschiedener Zielsetzungen nicht immer sinnvoll und realisierbar ist. Zudem ist (noch) nicht jeder landwirtschaftliche Betrieb den hohen Auflagen, Kosten und Zertifizierungsaufwänden des Bio-Anbaus gewachsen. In diesen Fällen prüfen wir das Anbau- und Nachhaltigkeitskonzept im Einzelfall und gehen dabei individuell auf unsere Partner:innen ein.

Neben diesen Grundsätzen erachten wir weitere Kriterien als selbstverständlich!