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NKM will dir helfen deine Haut richtig zu pflegen. Mit unserer Hautberatung kannst du deshalb mit der Beantwortung weniger Fragen herausfinden, welche Pflegeroutine die richtige für dich ist. :-) Also los gehts!
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Tipps und Tricks

Die richtige Winter-Hautpflege

9 Minuten Lesezeit 6. Januar 2021

Begonnen hat alles im Kundensupport, inzwischen ist sie NKM Redakteurin: sie sammelt wichtige Fragen, spricht mit Experten und bereitet spannende Themen rund um NKM für euch auf.

Anne
NKM Redakteurin

Wir kennen es alle: Die Temperaturen sinken, die Heizungen werden aufgedreht. Wir kuscheln uns ein, backen Plätzchen, freuen uns auf Weihnachten, und auf einmal fängt die Haut an, verrückt zu spielen.

Hier erklären wir, warum die Haut mit den plötzlichen Temperaturschwankungen so zu kämpfen hat, und zeigen, wie man ganz ohne gerötete, schuppige Stellen und Spannungsgefühle durch den Winter kommt.

Auch hier gilt unser Credo: „Wer weiß wie die Haut funktioniert, weiß auch, wie man sie richtig pflegt!”

Willkommen Winterhaut!

Was macht der Haut im Winter so zu schaffen?

Die angegriffene Barriereschutzschicht

Wie so oft bei Hautproblemchen findet sich die Ursache bei der „Rüstung“ unserer Haut, der sogenannten Barriereschutzschicht. Sie besteht aus hauteignen Lipiden (Fetten) und schützt die Haut vor TEWL, dem transepidermalem Wasserverlust. „TEWL“ steht für Feuchtigkeit, die aus den Hautschichten kondensiert und so ungehindert die Haut verlassen kann.

Die Schwierigkeiten der Haut sind leicht erklärt: Schon ab Temperaturen unter acht Grad sind die hauteigenen Fette so fest, dass die Haut Schwierigkeiten mit der Produktion und Verbreitung des pflegenden Sebums hat. Ähnlich wie kalte Butter lässt sich das Sebum dann kaum noch verteilen.

Sinken die Temperaturen, sind also die Lipide weniger „spreitfähig“ und können sich schlechter schützend über die Haut verteilen. So kann auch die Barriereschicht der Haut nicht intakt gehalten werden – unerwünschte Lücken entstehen.

Die hauteigene Durchblutung lässt nach

Die ständigen Temperaturschwankungen machen der Haut gehörig zu schaffen. Nicht nur die Fettproduktion fährt herunter, auch die Durchblutung der Haut nimmt ab. Blutgefäße können sich zusammenziehen und sorgen so für eine erschwerte Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Ein Grund mehr, sich abends eine Minute länger Zeit bei der Pflege zu nehmen und durch eine kleine Massage die Durchblutung wieder gründlich zu fördern!

Der hauteigene Feuchtigkeitsgehalt sinkt

Wasser verdampft also aus tieferen Hautschichten in die Umgebung, und so verliert unsere Haut aufgrund der lückenhaften Barriereschutzschicht rasch an Feuchtigkeit. Auch die Funktion der Haut, Wasser aus der Umgebungsluft einzufangen und in den Zellen zu binden, ist durch die trockene Heizungsluft stark eingeschränkt. Und so kann, auch weil kalte Luft weniger Feuchtigkeit halten kann als warme, die Umgebungsluft keine Feuchtigkeitsressourcen mehr bieten.

Ein Feuchtigkeitsgehalt der Haut von ca. 30 % ist dabei so essenziell dafür, sich vor so gut wie allen Hautprobleme zu schützten. Juckreiz, trockene Stellen und vorzeitige Hautalterung können mit einer gewissen Feuchtigkeit eingedämmt werden. Unsere Aufgabe ist es also, im Winter diesen Kreislauf mit der richtigen Hautpflege bestmöglichst zu durchbrechen.

 

Die richtige Hautpflege im Winter 

Warum die Sommerpflege plötzlich nicht mehr ausreicht

Die Pflege, die im Sommer so wunderbar funktioniert hat, reicht auf einmal nicht mehr aus. Denken wir an die reduzierte Lipidproduktion, ergibt das auch ganz schnell Sinn. Der hohe Feuchtigkeitsanteil in der Pflege enthält meist zu wenige hautähnliche Lipide, um die Barriereschutzschicht nachhaltig zu stärken und wieder aufzubauen.

Viele der in Pflegen enthaltenen feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe (z. B.: Glycerin) schließen die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft ein und funktionieren folglich nur so gut, wie die Raumfeuchtigkeit gerade ist. Trockene Heizungsluft bildet also die schlechtmöglichste Basis, um nachhaltig externe Feuchtigkeit in die Haut einzubinden.

Außerdem ist es möglich, dass die Feuchtigkeit aus wasserhaltigen Cremes aufgrund der Heizungsluft zu schnell auf der Haut verdunstet. So liegen die wichtigen Nährstoffe nah an der Hautoberfläche auf, anstatt tief in die Haut einzuziehen, und können dort für Hautirritationen sorgen.

Der Hautpflege-Notfall-Plan für den Winter

Nun wissen wir, warum durchaus Bedarf besteht, die Hautpflege an den Winter anzupassen und der Haut ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit als sonst zu schenken.

Achte auf eine ausreichende Versorgung mit hauteignen Lipiden
Durch einen erhöhten Fettanteil in der Pflege kannst du die Barriereschutzschicht deiner Haut schützen, bevor Lücken entstehen. Auch falls das schon zu spät kommen sollte, erhält sie so genügend Nährstoffe zu Regeneration. Achte bei der Verwendung von feuchtigkeitsbindenden Pflegen immer darauf, die Feuchtigkeit ausreichend mit einem fetthaltigen Produkt zu versiegeln.

Verzichte auch bei eher unreiner und fettiger Haut nicht auf eine ausreichende Versorgung mit den richtigen Fetten, denn Lücken in der Barriereschutzschicht lassen noch leichter Erreger eindringen. Und durch die fehlenden Fette versucht die Haut, sich mit einer Talgüberproduktion selbst zu schützen. So können noch mehr Unreinheiten entstehen.

Sorge für ein gutes Raumklima
Da du jetzt Bescheid weißt, warum die trockene Heizungsluft unserer Haut genauso zu schaffen macht wie die eiskalte Winterluft draußen, kann es durchaus sinnvoll sein, sich über das Raumklima bei dir zu Hause Gedanken zu machen. Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % gilt hierbei als optimal.

Besonders einfach gelingt das mit einem Luftbefeuchter, aber natürlich gibt es auch ein paar einfachere (und günstigere) Möglichkeiten. Beispielsweise kann ein Gefäß mit Wasser oder sogar ein nasses Handtuch die Luftfeuchtigkeit bereits maßgeblich erhöhen. Zimmerpflanzen sind übrigens auch wunderbare natürliche Luftbefeuchter. 

Sonnenschutz und Lippenpflege nicht vergessen
Grade in klirrender Kälte, selbst bei Sonnenschein, gerät der Schutz vor der UV-Strahlung schnell in Vergessenheit. Doch egal wie kalt und zugezogen es draußen ist: Vor allem in Bezug auf das Hautkrebsrisiko, aber auch zur Verhinderung vorzeitiger Hautalterung, ist auch im Winter eine Pflege mit SPF erforderlich.

Bedenke auch, dass deine Haut an den Lippen nicht in der Lage ist, sich selbst mit hauteigenen Fetten zu versorgen. Eine fetthaltige Lippenpflege ist also im Winter wichtiger denn je.

Und zuletzt: Wir drücken die Daumen, dass du und deine Barriereschutzschicht mit unseren Tipps unbeschadet durch diesen Winter gelangt!

Die perfekte NKM-Winterpflege

Welche Produkte deine Barriereschutzschicht jetzt braucht