Tipps und Trends

Winterhaut – Hautgesundheit in der kalten Jahreszeit

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08. März 2022
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Dr. med. Anne Gürtler
Hautärztin
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Eisige Temperaturen, Wind und Schnee und trockene Heizungsluft im Innenbereich können die natürliche Hautbarriere in den Wintermonaten strapazieren. Die Hautbarriere beschreibt die schützende Schicht aus Keratinoyzten (Hornzellen) und ihren umgebenden Lipidmantel. Wenn diese Balance gestört ist, kann eine massive Hauttrockenheit durch Feuchtigkeitsverlust entstehen und Ekzeme aufflammen.

Reichhaltige Pflegegrundlage

Ein höherer Anteil an Lipiden in der Hautpflege kann die Regeneration der Hautbarriere in der kalten Jahreszeit fördern und Hautrötungen und Trockenheit effektiv reduzieren. Insbesondere bei einem vorbekannten atopischen Ekzem (Neurodermitis) bedarf die Haut zur Winterzeit eine intensive Rückfettung. Darüber hinaus sollte auf eine sparsame Verwendung von Seifengeachtet werden, da diese die Haut zusätzlich austrocknen. Sogenannte Cold Creams sind besonders reichhaltige Salben die Spannungsempfinden mildern. Sie können beim Wintersport (Skifahren/ langen Spaziergängen/ Schneeschuhwanderungen) als schützende Grundlage aufgetragen werden.

Wirkstoff-Liste

Um trockene Haut im Winter vorzubeugen, kannst du auch gezielt auf bestimmte Wirkstoffe in deiner Hautpflege achten. Eine Liste mit Wirkstoffen für den Winter findest du in diesem Artikel (hier klicken).

Mögliche Folgen von Verkühlungen

Eine scheinbar gesunde rote Gesichtsfarbe kann bereits Ausdruck einer Hautverkühlung sein. Schon bei mäßiger Kälteeinwirkung, insbesondere bei nasskaltem Klima kann es zu Frostbeulen der Haut, sogenannten Perniones kommen. Diese präsentieren sich als rot-bläuliche bis rot-braune Knoten, die vor allem an den Fingern, Zehen, Unterschenkel und Kniebereich auftreten und Stunden bis Tage bestehen bleiben können. Bei Erwärmung kann Juckreiz oder Brennen auftreten. Sie entstehen durch eine Störung der Gefäße, welche sich an kalte Temperaturbedingungen nicht richtig anpassen.

Sonnenbrand im Winter

Lichtschutzfaktor (LSF) sollte rund um das Jahr genutzt werden, um UV bedingte Schädenan der Haut vorzubeugen. Insbesondere die für die Hautalterung verantwortlichen UV-A Strahlen dringen auch im Winter durch eine dicke Wolkendecke. Zusätzlich reflektieren Eis und Schnee bis zu 90 Prozent der Strahlung. Da kalte Temperaturen die Sonne auf der Haut weniger spüren lassen, bleibt auch das Hitzegefühl als Warnsignal vor einem drohenden Sonnenbrand aus.

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